Allgemeine Reisebedingungen 1. Abschluss des Reisevertrages 1.1.    Der   Reisevertrag   soll   schriftlich   mit   den   Formularen   des   Reiseveranstalters   (Reiseanmeldung   und   Reisebestätigung)   einschließlich   sämtlicher Abreden,   Nebenabreden   und   Sonderwünsche   geschlossen   werden.   Bei   Vertragsschluss   oder   unverzüglich   danach   ist   dem   Reisenden   die   vollständige Reisebestätigung   auszuhändigen.   Dazu   ist   der   Reiseveranstalter   bei   kurzfristigen   Buchungen   weniger   als   sieben   Werktage   vor   Reisebeginn   nicht verpflichtet. Ziff.1.1. gilt auch für elektronische Reiseanmeldungen, deren Zugang wir als Veranstalter Ihnen unverzüglich elektronisch bestätigen. 1.2.    An   die   Reiseanmeldung   ist   der   Reisende   10   Tage,   bei   Reiseanmeldung   per   Fax,   E-Mail   und   SMS   5   Tage ,   gebunden.   Innerhalb   dieser   Frist   wird die   Reise   durch   den   Veranstalter   bestätigt.   Kurzfristige   Buchungen   zwei   Wochen   vor   Reisebeginn   und   kürzer   führen   durch   die   sofortige   Bestätigung bzw. durch die Zulassung zur Reise zum Vertragsschluss. 1.3.     Bei    Onlinebuchungen    bietet    der    Reisende    dem    Reiseveranstalter    den    Abschluss    des    Reisevertrags    durch    Betätigung    des    Buttons „zahlungspflichtig   buchen“   verbindlich   an.   Dem   Kunden   wird   der   Eingang   seiner   Buchung   (Reiseanmeldung)   unverzüglich   auf   elektronischem   Weg bestätigt (Eingangsbestätigung). Im Übrigen sind die Hinweise für Buchung und Reisebestätigung auf der Internetseite maßgeblich. 1.4.    Telefonisch   nimmt   der   Veranstalter,   worauf   der   Reisende   ausdrücklich   hinzuweisen   ist,   lediglich   verbindliche   Reservierungen   vor.   Danach   soll   der Reisevertrag nach Ziff. 1.1. geschlossen werden. 1.5.    Eine   von   der   Reiseanmeldung   abweichende   Reisebestätigung   ist   ein   neuer   Vertragsantrag,   an   den   der   Veranstalter   10 Tage   gebunden   ist   und   den der Reisende innerhalb dieser Frist annehmen kann. 2. Vermittelte Leistungen Bei    ausdrücklich    und    eindeutig    im    Prospekt,    den    Reiseunterlagen    und    in    den    sonstigen    Erklärungen    als    vermittelt    bezeichneten    zusätzlichen Nebenleistungen   (Besuch   von   Veranstaltungen   etc.)   ist   der   Veranstalter   lediglich   Reisevermittler.   Bei   Reisevermittlungen   ist   eine   vertragliche   Haftung als     Vermittler     ausgeschlossen,     soweit     nicht     Körperschäden,     Vorsatz     oder     grobe     Fahrlässigkeit     vorliegen,     Hauptpflichten     aus     dem Reisevermittlervertrag   betroffen   sind,   eine   zumutbare   Möglichkeit   zum   Abschluss   einer   Versicherung   besteht   oder   eine   vereinbarte   Beschaffenheit fehlt.   Der   Veranstalter   als   Vermittler   haftet   insofern   grundsätzlich   nur   für   die   Vermittlung,   nicht   jedoch   für   die   vermittelten   Leistungen   selbst   (vgl.   §§ 675, 631 BGB).Für den Vertragsschluss gelten die Bestimmungen der Ziffer 1. sinngemäß. 3. Pass-, Visa- und gesundheitspolizeiliche Formalitäten 3.1.    Der   Veranstalter   unterrichtet   grundsätzlich   nur   die   Staatsangehörigen   eines   EU-Staates,   in   dem   die   Reise   angeboten   wird,   über   die   jeweils erforderlichen   Einreisedokumente   wie   z.   B.   Pass   und   Visum   (einschließlich   der   Fristen   zur   Erlangung   dieser   Dokumente)   und   gesundheitspolizeiliche Formalitäten    (Impfungen    etc.)    durch    den    dem    Reisenden    überlassenen    Prospekt    oder    vor    Buchung    bzw.    vor    Reisebeginn    (einschließlich zwischenzeitlich eingetretener Änderungen). 3.2.    Nach   Erfüllung   der   Informationspflicht   gemäß   Ziff.   3.1.   hat   der   Reisende   selbst   die   Voraussetzungen   für   die   Reiseteilnahme   zu   schaffen,   sofern sich der Veranstalter nicht ausdrücklich zur Beschaffung der Visa oder Bescheinigungen etc. verpflichtet hat. 3.3.    Kann   die   Reise   infolge   fehlender   persönlicher   Voraussetzungen   für   den   Reisebeginn   nicht   angetreten   werden,   so   ist   der   Reisende   hierfür verantwortlich,   wenn   dies   allein   auf   sein   schuldhaftes   Verhalten   zurückzuführen   ist   (z.B.   kein   gültiges   Visum   oder   fehlende   Impfung).   Insofern   gilt   Ziff. 9. (Rücktritt) entsprechend. 4. Zahlungen 4.1.    Sämtliche   Zahlungen   (Anzahlung   bzw.   Restzahlung)   des   Reisenden   sind   nur   nach   Aushändigung   des   Sicherungsscheines   zu   leisten.   Kein Sicherungsschein   ist   erforderlich,   wenn   die   Reise   nicht   länger   als   24   Sunden   dauert,   keine   Übernachtung   einschließt   und   der   Reisepreis   75   EURO nicht übersteigt. 4.2. Nach Abschluss des Reisevertrages sind 20 % des Reisepreises zu zahlen. 4.3.    Der   Restbetrag   ist   auf Anforderung   frühestens   drei   Wochen   –   bei   Reisen   mit   einer   Mindestteilnehmerzahl   nach   Ziff.   13.   allerdings   frühestens   zwei Wochen    –    vor    Reisebeginn    Zug    um    Zug    gegen   Aushändigung    der    vollständigen    Reiseunterlagen,    soweit    für    die    Reise    erforderlich    und/oder vorgesehen (z.B. Hotelgutschein oder Beförderungsschein), zu zahlen. 4.4.    Vertragsabschlüsse   zwei   Wochen   vor   Reisebeginn   verpflichten   den   Reisenden   zur   sofortigen         Zahlung   des   gesamten   Reisepreises   Zug   um   Zug gegen    Aushändigung    der    vollständigen    Reiseunterlagen,    soweit    für    die    Reise    erforderlich    und/oder    vorgesehen    (z.B.    Hotelgutschein    oder Beförderungsschein). 5. Leistungen 5.1.   Prospekt-   und   Katalogangaben   sind   für   den   Veranstalter   grundsätzlich   bindend.   Hat   sich   der   Veranstalter   im   Prospekt   ausdrücklich   Änderungen der Angaben   und   der   Preise   (siehe   Prospekt/Katalog)   vorbehalten,   so   kann   der   Veranstalter   vor   Vertragsschluss   eine   konkrete   Änderung   der   Prospekt- und Preisangaben erklären, wenn er den Reisenden vor Reiseanmeldung hierüber informiert. 5.2.     Die    vertraglichen    Leistungen    richten    sich,    abgesehen    von    Ziff.    5.1.,    nach    der    bei    Vertragsschluss    maßgeblichen    Leistungsbeschreibung (Prospekt/Katalog) sowie den weiteren Vereinbarungen, insbesondere nach der Reiseanmeldung und der Reisebestätigung. 6. Preisänderungen 6.1.    Der   Veranstalter   kann   vier   Monate   nach   Vertragsschluss   Preiserhöhungen   bis   zu   5   %   des   Gesamtreisepreises   verlangen,   wenn   nachweisbar   und erst   nach   Vertragsabschluss   konkret   eintretend   einer   Erhöhung   der   Beförderungskosten,   der   Abgaben   für   bestimmte   Leistungen,   wie   Hafen-   oder Flughafengebühren,   oder   einer   Änderung   der   für   die   betreffende   Reise   geltenden   Wechselkurse   Rechnung   getragen   wird.   Auf   den   genannten Umständen    beruhende    Preiserhöhungen    sind    nur    insoweit    zulässig,    wie    sich    die    Erhöhung    ausgehend    vom    Beförderungs-,    Abgaben-    und Wechselkursanteil konkret berechnet auf den Reisepreis auswirkt. 6.2.    Eine   Preiserhöhung   kann   nur   bis   zum   21.   Tag   vor   dem   vereinbarten Abreisetermin   verlangt   werden.   Eine   nach   Ziffer   6.1.   zulässige   Preisänderung hat der Veranstalter dem Reisenden unverzüglich nach Kenntnis vom Preiserhöhungsgrund zu erklären. 6.3.    Bei   Preiserhöhungen   nach   Vertragsschluss   um   mehr   als   5   %   des   Gesamtreisepreises   kann   der   Reisende   kostenlos   zurücktreten   oder   stattdessen die   Teilnahme   an   einer   anderen   mindestens   gleichwertigen   Reise   verlangen,   wenn   der   Veranstalter   in   der   Lage   ist,   eine   solche   Reise   ohne   Mehrpreis für den Reisenden aus seinem Angebot anzubieten. 6.4.  Die Rechte nach Ziffer 6.3. hat der Reisende unverzüglich nach der Erklärung des Veranstalters diesem gegenüber geltend zu machen. 7. Leistungsänderungen 7.1.     Änderungen    und    Abweichungen    einzelner    Reiseleistungen    vom    Reisevertrag,    die    nach    Vertragsabschluss    notwendig    werden    und    vom Veranstalter   nicht   wider   Treu   und   Glauben   herbeigeführt   wurden   sind   zulässig.   Sie   sind   aber   nur   gestattet,   soweit   die   Änderungen   oder Abweichungen nicht erheblich sind und den Gesamtzuschnitt der gebuchten Reise nicht beeinträchtigen. 7.2.    Eine   zulässige   Änderung   einer   wesentlichen   Reiseleistung   hat   der   Veranstalter   dem   Reisenden   unverzüglich   nach   Kenntnis   vom   Änderungsgrund zu erklären. 7.3.    Im   Fall   der   erheblichen   Änderung   einer   wesentlichen   Reiseleistung   kann   der   Reisende   vom   Vertrag   zurücktreten   oder   stattdessen   die   Teilnahme an   einer   mindestens   gleichwertigen   anderen   Reise   verlangen,   wenn   der   Veranstalter   in   der   Lage   ist,   eine   solche   Reise   ohne   Mehrpreis   für   den Reisenden aus seinem Angebot anzubieten. 7.4.  Für den Fall einer zulässigen Änderung bleiben die übrigen Rechte (insbesondere Minderung, Schadensersatz) unberührt. 8.    Ersatzreisende Der   Reisende   kann   sich   bis   zum   Reisebeginn   durch   einen   Dritten   ersetzen   lassen,   sofern   dieser   den   besonderen   Reiseerfordernissen   genügt   und seiner   Teilnahme   nicht   gesetzliche   Vorschriften   oder   behördliche   Anordnungen   entgegenstehen   und   der   Veranstalter   der   Teilnahme   nicht   aus   diesen Gründen   widerspricht.   Der   Reisende   und   der   Dritte   haften   dem   Veranstalter   als   Gesamtschuldner   für   den   Reisepreis   und   für   die   durch   die   Teilnahme des Dritten entstehenden Mehrkosten . 9.    Rücktritt des Kunden – Nichtantritt der Reise 9.1.     Nach    dem    jederzeit    vor    Reisebeginn    möglichen    Rücktritt    ist    der    Reisende    verpflichtet,    grundsätzlich    pauschal    folgende    Entschädigungen ausgehend vom Gesamtreisepreis je nach Reiseart und Rücktrittszeitpunkt vor Reisebeginn zu zahlen: Busreisen bis 30 Tage vor Reisebeginn   5 % ab 29. Tag vor Reisebeginn 15 % ab 14. Tag vor Reisebeginn 35 % ab 7. Tag vor Reisebeginn 50 % Bahnreisen bis 30 Tage vor Reisebeginn   5 % ab 29. Tag vor Reisebeginn 15 % ab 14. Tag vor Reisebeginn 40 % ab 7. Tag vor Reisebeginn 60 % Flugpauschalreisen (Linien- oder Charterflug) bis 30 Tage vor Reisebeginn 15 % ab 29. Tag vor Reisebeginn 25 % ab 14. Tag vor Reisebeginn 40 % ab 7. Tag vor Reisebeginn 60 % See- und Flusskreuzfahrten bis 30 Tage vor Reisebeginn 20 % ab 29. Tag vor Reisebeginn 35 % ab 14. Tag vor Reisebeginn 55 % ab 7. Tag vor Reisebeginn 70 % ab 3. Tag vor Reisebeginn 80 % Mietwagen und Campmobile bis 30 Tage vor Reisebeginn 20% ab 29. Tag vor Reisebeginn 35% ab 14. Tag vor Reisebeginn 50% ab 7. Tag Reisebeginn 70% ab 3. Tag vor Reisebeginn 80% Maßgeblich ist bei kombinierten Reisen die konkrete Bezeichnung der Reise im Prospekt bzw. Katalog.   9.2.    Maßgeblich   für   den   Lauf   der   Fristen   ist   der   Zugang   der   Rücktrittserklärung   beim   Veranstalter   oder   bei   der   Buchungsstelle.   Dem   Reisenden   wird der schriftliche Rücktritt empfohlen. 9.3.    Dem   Reisenden   wird   ausdrücklich   der   Nachweis   gestattet,   dass   der   Anspruch   auf   Entschädigung   nicht   entstanden   oder   die   Entschädigung wesentlich niedriger als die angeführte Pauschale sei. 9.4.  Auf den Nichtantritt der Reise werden die Ziff. 9.1. – 9.3. entsprechend angewandt. 10. Umbuchungen und Änderungen auf Verlangen des Reisenden Verlangt    der    Reisende    nach    Vertragsschluss    Änderungen    oder    Umbuchungen,    so    kann    der    Reiseveranstalter    bei    Vornahme    entsprechender Umbuchungen    etc.    ein    Bearbeitungsentgelt    pauschaliert    15    EURO    verlangen,    soweit    er    nach    entsprechender    ausdrücklicher    Information    des Reisenden   nicht   ein   höheres   Bearbeitungsentgelt   oder   eine   höhere   Entschädigung   nachweist,   deren   Höhe   sich   nach   dem   Reisepreis   unter Abzug   des Wertes   der   von   dem   Reiseveranstalter   ersparten Aufwendungen   sowie   dessen   bestimmt,   was   der   Reiseveranstalter   durch   anderweitige   Verwendung der Reiseleistungen erwerben kann. 11. Reiseabbruch Wird   die   Reise   nach   Reisebeginn   infolge   eines   Umstandes   abgebrochen,   der   in   der   Sphäre   des   Reisenden   liegt   (z.B.   Krankheit),   so   ist   der Veranstalter   verpflichtet,   bei   den   Leistungsträgern   die   Erstattung   ersparter   Aufwendungen   sowie   erzielter   Erlöse   aus   der   Verwertung   der   nicht   in Anspruch   genommenen   Leistungen   zu   erreichen.   Das   gilt   nicht,   wenn   völlig   unerhebliche   Leistungen   betroffen   sind   oder   wenn   einer   Erstattung gesetzliche oder behördliche Bestimmungen entgegenstehen. 12. Kündigung bei schwerer Störung durch den Reisenden - Mitwirkungspflichten 12.1.    Der   Veranstalter   kann   den   Reisevertrag   fristlos   kündigen,   wenn   der   Reisende   trotz   Abmahnung   erheblich   weiter   stört,   so   dass   seine   weitere Teilnahme   für   den   Veranstalter   und/oder   die   Reiseteilnehmer   nicht   mehr   zumutbar   ist.   Dies   gilt   auch,   wenn   der   Reisende   sich   nicht   an   sachlich begründete   Hinweise   hält.   Dem   Veranstalter   steht   in   diesem   Fall   der   Reisepreis   weiter   zu,   soweit   sich   nicht   ersparte Aufwendungen   und   Vorteile   aus einer anderweitigen Verwertung der Reiseleistung(en) ergeben. Schadensersatzansprüche im übrigen bleiben unberührt. 12.2.    Der   Reisende   soll   die   ihm   zumutbaren   Schritte   (z.   B.   Information   des   Veranstalters)   unternehmen,   um   drohende   ungewöhnlich   hohe   Schäden abzuwenden oder gering zu halten. 13. Mindestteilnehmerzahl 13.1.    Ist   in   der   Beschreibung   der   Reise   (Prospekt/Katalog)   ausdrücklich   und   in   der   Reisebestätigung   auf   eine   bestimmte   Mindestteilnehmerzahl   und die   Rücktrittserklärungsfrist   (spätestens   bis   zwei   Wochen   vor   Reisebeginn)   hingewiesen   und   wird   diese   Mindestteilnehmerzahl   nicht   erreicht,   so   kann der Veranstalter erklären, dass die Mindestteilnehmerzahl nicht erreicht ist und die Reise nicht durchgeführt wird. 13.2.    Der   Veranstalter   wird   dem   Reisenden   die   Erklärung   nach   Ziffer   13.1.   unverzüglich   nach   Kenntnis   der   nichterreichten Teilnehmerzahl,   spätestens bis zwei Wochen vor Reisebeginn zugehen lassen. 13.3.    Der   Reisende   kann   die   Teilnahme   an   einer   mindestens   gleichwertigen   anderen   Reise   verlangen,   wenn   der   Veranstalter   in   der   Lage   ist,   eine solche Reise ohne Mehrpreis für den Reisenden aus seinem Angebot anzubieten. 13.4.    Der   Reisende   hat   sein   Recht   nach   Ziffer   13.3.   unverzüglich   nach   Zugang   der   Erklärung   des   Veranstalters   diesem   gegenüber   geltend   zu machen. 13.5.     Macht    der    Reisende    nicht    von    seinem    Recht    nach    Ziffer    13.3.    Gebrauch,    so    ist    der    vom    Reisenden    gezahlte    Betrag    unverzüglich zurückzuerstatten. 14. Kündigung infolge höherer Gewalt 14.1.    Erschwerung,   Gefährdung   oder   Beeinträchtigung   erheblicher   Art   durch   bei   Vertragsschluss   nicht   vorhersehbare   Umstände   berechtigen   beide Teile nach § 651 j Abs. 1 BGB zur Kündigung des Reisevertrages. 14.2.  Entschädigungen und Abrechnungen ergeben sich aus § 651 j Abs. 2 BGB. 14.3.    Der   Veranstalter   ist   im   Kündigungsfall   zur   Rückbeförderung   verpflichtet,   falls   der   Vertrag   die   Beförderung   mit   umfasst.   In   jedem   Fall   hat   er   die zur Vertragsaufhebung erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen. 14.4.  Informationspflichten des Veranstalters im Übrigen bleiben unberührt. 15.     Reisemängel, Obliegenheiten des Reisenden, Rechte des Reisenden 15.1.  Bei nicht vertragsgemäßen Reiseleistungen kann der Reisende Abhilfe (Mangelbeseitigung oder gleichwertige Ersatzleistung) verlangen. 15.2.    Reisemängel   sind   am   Urlaubsort   beim   Reiseleiter   anzuzeigen.   Ist   am   Urlaubsort   kein   Reiseleiter   vorhanden,   sind   Reisemängel   direkt   beim Veranstalter   anzuzeigen   (Erreichbarkeiten,   Telefon-   und   Faxnummern   ergeben   sich   aus   den   Reiseunterlagen).   Dies   gilt   dann   nicht,   wenn   die Mängelanzeige   dem   Reisenden   wegen   erheblicher   Schwierigkeiten   unzumutbar   ist.   Bei   schuldhaftem   Unterlassen   der   Mängelanzeige   stehen   dem Reisenden keine Ansprüche auf Herabsetzung des Reisepreises zu. 15.3.    Der   Reisende   kann   selbst   zur   Abhilfe   schreiten,   wenn   die   Reise   einen   Mangel   oder   Mängel   aufweist,   er   dem   Veranstalter   eine   angemessene Frist   zur Abhilfe   setzt   und   der   Veranstalter   bis   zum Ablauf   dieser   Frist   nicht   für Abhilfe   (vgl.   Ziff.   15.1.)   sorgt.   Der   Reisende   kann   dann   Ersatz   seiner erforderlichen Aufwendungen   verlangen.   Keine   Fristsetzung   ist   bei   Verweigerung   der Abhilfe,   bei   besonderem   Interesse   des   Reisenden   an   sofortiger Selbsthilfe erforderlich, ferner bei unverhältnismäßigem Aufwand des Veranstalters. 15.4.1.    Der   Reisende   kann   den   Reisevertrag   kündigen,   wenn   die   Reise   durch   den   Reisemangel   erheblich   beeinträchtigt   ist,   er   dem   Veranstalter   eine angemessene   Frist   zur   Abhilfe   setzt   und   diese   Frist   nutzlos   verstreicht.   Die   Fristsetzung   ist   nicht   erforderlich   bei   Unmöglichkeit   der   Abhilfe, Abhilfeverweigerung,   wenn   die   sofortige   Kündigung   durch   ein   besonderes   Interesse   des   Reisenden   gerechtfertigt   ist   oder   wenn   dem   Reisenden   die Reise infolge eines Mangels aus wichtigem und für den Veranstalter erkennbarem Grund nicht zuzumuten ist. 15.4.2.    Bei   berechtigter   Kündigung   kann   der   Veranstalter   für   erbrachte   oder   zur   Beendigung   der      Reise   noch   zu   erbringende   Reiseleistungen   nur eine   Entschädigung   verlangen   (Berechnung   nach   §   651   e)   Abs.   3   BGB).   Bei   wertlosen   („kein   Interesse“   des   Reisenden)   erbrachten   oder   zu erbringenden Reiseleistungen bestehen keine Entschädigungsansprüche. 15.4.3.    Der   Veranstalter   hat   nach   Kündigung   die   erforderlichen   Maßnahmen   zu   treffen,   für   die   Rückbeförderung   zu   sorgen   und   die   Mehrkosten   zu tragen, wenn die Beförderung Bestandteil des Reisevertrages ist. 15.5.    Der   Reisende   kann   unbeschadet   der   Minderung   oder   der   Kündigung   Schadensersatz   wegen   Nichterfüllung   verlangen,   es   sei   denn,   der   Mangel beruht auf einem Umstand, den der Veranstalter nicht zu vertreten hat. 16. Haftungsbeschränkung 16.1.  Die vertragliche Haftung des Veranstalters für Schäden, die nicht Körperschäden sind, ist auf den dreifachen Reisepreis beschränkt, 16.1.1. soweit ein Schaden des Reisenden weder vorsätzlich noch grob fahrlässig herbeigeführt wird, oder 16.1.2.     soweit    der    Veranstalter    für    einen    dem    Reisenden    entstehenden    Schaden    allein    wegen    eines    Verschuldens    eines    Leistungsträgers verantwortlich ist. 16.2.    Gelten   für   eine   von   einem   Leistungsträger   zu   erbringende   Reiseleistung   internationale   Übereinkommen   oder   auf   diesen   beruhende   gesetzliche Bestimmungen,   nach   denen   ein   Anspruch   auf   Schadensersatz   nur   unter   bestimmten   Voraussetzungen   oder   Beschränkungen   geltend   gemacht werden   kann,   so   kann   sich   der   Veranstalter   gegenüber   dem   Reisenden   auf   diese   Übereinkommen   und   die   darauf   beruhenden   gesetzlichen Bestimmungen berufen. 17.     Ausschlussfrist und Verjährung 17.1.   Ansprüche   wegen   mangelhafter   Reiseleistung   nach   den   §§   651   c   bis   651   f   BGB   –   ausgenommen   Körperschäden   -   hat   der   Reisende   innerhalb eines   Monats   nach   der   vertraglich   vorgesehenen   Beendigung   der   Reise   gegenüber   dem   Veranstalter   geltend   zu   machen,   sofern   nicht   die   Frist   ohne eigenes Verschulden nicht eingehalten werden konnte. 17.2.    Ansprüche   des   Reisenden   im   Sinne   der   Ziffer   17.1.   –   ausgenommen   Körperschäden   -   verjähren   grundsätzlich   in   einem   Jahr   nach   dem vertraglich   vorgesehenen   Reiseende.   Die   Verjährungsfrist   von   einem   Jahr   beginnt   nicht   vor   Mitteilung   eines   Mangels   an   den   Veranstalter   durch   den Reisenden. Bei grobem eigenem Verschulden sowie bei Arglist verjähren die in Ziffer 17.1. betroffenen Ansprüche in drei Jahren. 18. Verbraucherstreitbeilegung und Online-Streitbeilegungsplattform 18.1. Unsere Unternehmen (Verkehrsunternehmen-Reisebüro H. Bruckner, Inh. Peter Bruckner und Reisebüro Reichert GmbH) nehmen nicht an einem Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teil. 18.2. Online-Streitbeilegungsplattform: Die Europäische Kommission stellt unter http://ec.europa.eu/consumers/odr/     eine    Plattform    zur    Online-Beilegung    verbraucherrechtlicher    Streitigkeiten    für    Vertragsabschlüsse    über    die Internetseite des Veranstalters oder mittels E-Mail bereit.